Begegnungen am Ende der Welt

Termine und Karten

Ein Dach in vielleicht gar nicht allzu ferner Zukunft. Irgendwo in Norddeutschland. Darauf: Harry Unruh, Anthropologe. Er fischt im Trüben, sucht nach Spuren, die unser Gedächtnis bilden. Er will bewahren, Erinnerungen konservieren und so viel wie möglich retten, Geniales und Triviales. Sein Konzept ist, dass er kein Konzept hat. Getrieben von der Ohnmacht, nicht zu wissen, was ihm alles durch die Lappen geht, macht er weiter und weiter. So wie das Wasser immer weiter steigt. Erbarmungslos flutet es die Wohnräume der Menschen. Ganze Stadtteile sind mittlerweile unbewohnbar.

Das Dach als Zuluchsort für die verschiedensten Archetypen. Da ist der Aktivist, der versucht zu retten, was längst kaum noch zu retten ist. Der Eisbär, aus seinem Lebensraum vertrieben und ein alter Mann, der uns irgendwie bekannt vorkommt... Die Politik hält unbeirrt Lösungen bereit. Renaturierung ist das Stichwort des Wahlkampfes. Aber können wir einfach weitermachen wie bisher?
Geht es nach der Businessfrau, die vergeblich versucht ihre Party zu organisieren, dann ja. Aber wieviel Weggucken kann unser Planet noch verkraften? Können wir überhaupt noch was ändern oder ist es dafür bereits zu spät? Oder sollen wir einfach nur unseren Untergang feiern?

Spiel: Pavel Möller-Lück, Jonathan Went, Farnaz Rahnama
Regie: Pierre Schäfer, Barbara Schmitz-Lenders
Technik: Andreas Kuhn, Peer Neugebauer
Figuren: Mechtild Nienaber
Bühnenbild, Ausstattung, technische Einrichtung: Beatrice Bader, Leon Dutz, Janosch Dannemann, Max Rauer, Charlotte Jautz
Regieassistenz, Dramaturgie: Wiebke Gärtner, Anja Hursie

Für Jugendliche und Erwachsene

Dauer: ca. 95 Min

Zur Kritik der NWZ

https://www.theater-laboratorium.org/