Russischer Tango

Leschenko hat es zum Mythos gebracht. In den dreißiger Jahren bis in die Fünfziger war kein russischer Sänger der Emigration so populär wie er. Nicht nur im Ausland, sondern auch in seinem Heimatland

Obwohl dort keine einzige Platte offiziell veröffentlicht wurde. Seine schwermütigen Tangoweisen galten den kommunistischen Machthabern als bourgeois - als ungeeignet, den Kommunismus aufzubauen. Gehört wurde er trotzdem. Heimlich. Seine zum Teil verbotenen Lieder wurden auf Schellackplatten in die Sowjetunion geschmuggelt und dort zu Spitzenpreisen auf den Schwarzmärkten gehandelt.

Auf ausgedienten Roentgenplatten, den „Rippen“, wurden sie schwarz nachgepresst. Im Sommer 1954 verstarb Leschenko in einem Straflager bei Bukarest unter bis heute ungeklärten Umständen. Sein Grab ist unbekannt. Seine Stimme hat überlebt. Die Faszination der knisternden Patina ist ungebrochen. Wer war dieser populärste Sänger Russlands in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts? Eine Spurensuche.

 

Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
Dauer: 75 Minuten

 

Spiel


Pavel Möller-Lück

 

Technik


Frederic Phung

 

Produktion


Regie: Barbara Schmitz-Lenders, Leo Ensel
Asisstenz: Karin Lili
Figuren und Objekte: Mechtild Nienaber, Markus Wulf, Tobias Lahode

Bilder